Rhinosinusitis gehört zu den häufigsten Gründen für Arztkontakte und Antibiotikaverordnungen im ambulanten Setting. Neben konventionellen therapiebegleitenden Massnahmen rücken standardisierte pflanzliche Arzneistoffe als ergänzende Option in den Fokus. Randomisierte, kontrollierte Studien liegen u.a. für einen standardisierten Trockenextrakt aus Enzianwurzel, Primelblüten, Sauerampferkraut, Holunderblüten und Eisenkraut, für Monoterpen-Destillate mit 1,8-Cineol, Limonen und α-Pinen sowie für standardisierte Wurzelextrakte aus Pelargonium sidoides vor. Aktuelle systematische Reviews und Netzwerk-Metaanalysen bewerten die Wirksamkeit dieser Phytotherapeutika bei akuter Rhinosinusitis überwiegend positiv, wenn auch mit heterogener Evidenzqualität. Der folgende Beitrag fasst die Datenlage evidenzbasiert zusammen und diskutiert den möglichen Stellenwert in der Praxis.
Autoren
- Tanja Schliebe
Publikation
- PHYTOTHERAPIE PRAXIS
Dir könnte auch gefallen
- Nahrungsergänzung und Kognition
5-HTP: Der Serotonin-Booster für Kognition im Alter
- Pulmonale Hypertonie
PH und Lungenerkrankungen
- CRC, AML und Melanom im Fokus
Molekulare Mechanismen der Tumorplastizität
- Friedreich-Ataxie
Interimsanalysen der PROFA-Studiezeigen «Unmet needs» auf
- Diabetische Retinopathie
Mit GLP1-RA den ER-Stress adressieren
- Studienreport
Sphingolipidprofil bei primärer biliärer Cholangitis im Frühstadium
- Angiosarkom des Herzens
Eine diagnostische und therapeutische «Black Box»
- Zulassung