Rhinosinusitis gehört zu den häufigsten Gründen für Arztkontakte und Antibiotikaverordnungen im ambulanten Setting. Neben konventionellen therapiebegleitenden Massnahmen rücken standardisierte pflanzliche Arzneistoffe als ergänzende Option in den Fokus. Randomisierte, kontrollierte Studien liegen u.a. für einen standardisierten Trockenextrakt aus Enzianwurzel, Primelblüten, Sauerampferkraut, Holunderblüten und Eisenkraut, für Monoterpen-Destillate mit 1,8-Cineol, Limonen und α-Pinen sowie für standardisierte Wurzelextrakte aus Pelargonium sidoides vor. Aktuelle systematische Reviews und Netzwerk-Metaanalysen bewerten die Wirksamkeit dieser Phytotherapeutika bei akuter Rhinosinusitis überwiegend positiv, wenn auch mit heterogener Evidenzqualität. Der folgende Beitrag fasst die Datenlage evidenzbasiert zusammen und diskutiert den möglichen Stellenwert in der Praxis.
Autoren
- Tanja Schliebe
Publikation
- PHYTOTHERAPIE PRAXIS
Dir könnte auch gefallen
- Sekundärprävention nach ACS: individuell optimiertes Lipidmanagement
Trend zu früher Kombinationstherapie und neue Strategien zur Lp(a)-Senkung
- Swiss Oncology in Motion
Modul SOiM Breast Cancer
- Pädiatrische Hirntumoren
Psychiatrie versus Neuroonkologie: Diagnostische Fallstricke
- Was die jüngsten Studien über das gesamte EF-Spektrum für die Praxis bedeuten
Herzinsuffizienz – das Evidenz-Update 2026
- Akuter ischämischer Schlaganfall
Alteplase und Tenecteplase auf dem gleichen Level
- CKD bei Typ-2-Diabetikern: evidenzbasierte optimierte Therapie
SGLT-2-i und GLP-1-RA: relevante Verbesserung renaler Endpunkte
- Wearables: Screening per Smartwatch?
Neue Studie zu Vorhofflimmern bei Hochrisikopatienten
- Peristomale Hautgesundheit