Fallbericht von Dr. med. Christophe Bonvin, Hôpital du Valais Sion, Service de neurologie1
Zur Migräneprophylaxe stehen zahlreiche Therapieoptionen zur Verfügung, deren individuelle Wirksamkeit und Verträglichkeit oft erst im Verlauf beurteilbar sind. CGRP-gerichtete Therapien, einschliesslich monoklonaler Antikörper (anti-CGRP-mAb) und CGRP-Rezeptorantagonisten (Gepante), haben das Behandlungsspektrum wesentlich erweitert.2,3 Während injizierbare Antikörper wirksam sind, können injektionsbedingte Nebenwirkungen die Therapieadhärenz limitieren und einen Wechsel der Applikationsform erforderlich machen.4–6 Der vorliegende Fall zeigt eine Patientin mit episodischer Migräne, die nach dem Wechsel von anti-CGRP-mAb auf oral verabreichtes Atogepant (Aquipta®) eine anhaltende und gut verträgliche Reduktion der Migränetage ohne Nebenwirkungen erreichte.1,7