Aktuelle Daten aus 2025/2026 belegen: 1,54 Milliarden Erwachsene weltweit sind betroffen – und das Risiko für schwerwiegende kardiovaskuläre Ereignisse steigt proportional zur Zahl der Komponenten. Neue Evidenz zu Pathophysiologie, Herzinsuffizienz-Risiko und Therapierbarkeit. Das metabolische Syndrom (MetS) ist die weltweit am stärksten wachsende kardiometabolische Risikoentität. Eine im Dezember 2025 in Nature Communications publizierte globale Modellierungsstudie mit Daten aus über 45 Millionen Erwachsenen beziffert die Gesamtprävalenz auf 1,54 Milliarden Menschen – eine Verdoppelung binnen zwei Jahrzehnten. Mit zunehmender Komponentenlast steigen MACE-Risiko, Herzinsuffizienzinzidenz und Gesamtmortalität in einer klinisch hochrelevanten Dosis-Wirkungs-Beziehung. Gleichzeitig liefern neue Trials erstmals Evidenz, dass das MetS unter gezielter Intervention nachhaltig remittieren kann.
Autoren
- Tanja Schliebe
Publikation
- CARDIOVASC
Related Topics
Dir könnte auch gefallen
- Ischämischer Schlaganfall: kleinere oder auch grössere Hirnarterien betroffen?
Aktuelle Studienbefunde zur intravenösen Lysetherapie mit Fibrinolytika
- Interview
«Gleichwertig mit Goldstandards für Trauma»
- Psychologie: Emotional Freedom Techniques (EFT)
Emotionale Aufarbeitung mittels Tapping
- Systemischer Lupus (SLE): Was hat Diagnose- und Therapie-Toolbox zu bieten?
Treat-to-target – Konsensempfehlungen für GC-Tapering und Einsatz von DMARDs
- Psychedelika-assistierte Therapie
Aktueller Stand der PAT
- Interstitielle Lungenerkrankungen
Update idiopathische pulmonale Fibrose
- Psoriasis und Übergewicht: Effekte inkretinbasierter Therapien
Klinische Studien beleuchten das Potenzial von Semaglutid, Liraglutid und Tirzepatid
- Nicht‑kleinzelliges Lungenkarzinom (NSCLC)