Die Major Depression bleibt weltweit eine der führenden Ursachen für Behinderung und Suizidalität. Ein zentraler Grund für die unzureichende Wirksamkeit vieler Behandlungen ist ihre ausgeprägte biologische und klinische Heterogenität. Die vorliegende Evidenz weist darauf hin, dass bei einem relevanten Anteil der Betroffenen chronisch erhöhte Entzündungsaktivität ein massgeblicher pathophysiologischer Mechanismus ist. Diese inflammatorische Subgruppe zeigt charakteristische Biomarkerprofile, spezifische Symptomcluster, eine besondere Interaktion mit Neurotransmittersystemen sowie ein differenziertes Ansprechen auf Therapieformen. Die präzise Charakterisierung dieses Subtyps kann einen entscheidenden Beitrag zur Weiterentwicklung einer gezielten, mechanistisch fundierten personalisierten Psychiatrie leisten.
Autoren
- Tanja Schliebe
Publikation
- Depression und Angstörungen-Special
Related Topics
Dir könnte auch gefallen
- Plastische Chirurgie und Rekonstruktive Mikrochirurgie beim DFS
Funktioneller Extremitätenerhalt zwischen Infektkontrolle, Gefässmedizin und Resurfacing
- Seborrhoische Dermatitis bei Erwachsenen und Jugendlichen
Aktueller Kenntnisstand und neue Therapieansätze
- Orthobiologika bei Kniearthrose
PRP- und Hyaluronsäure-Injektionen als Bausteine in multimodalem Konzept
- Weichteilsarkome der unteren Extremität
Diagnostik, Subtypen und Therapieoptionen
- Psychische Abhängigkeit von KI-Assistenten, Smartphones und Kurzvideos
Algorithmen, Avatare und der entlastete Geist
- Das Gehirn und die Motivation zu essen
Warum ist Abnehmen so schwierig?
- Omaveloxolon bei Friedreich-Ataxie
Wirksamkeit und Sicherheit über 6 Jahre untersucht
- Psoriasis: Therapie mit Biologika und TYK-2-i