Das Urothelkarzinom ist eine aggressive Tumorentität mit hoher Morbidität. In den letzten Jahren hat sich das perioperative Therapiespektrum – insbesondere beim muskelinvasiven Blasenkarzinom – deutlich erweitert: Immuncheckpoint-Inhibitoren und Antikörper-Wirkstoff-Konjugate ergänzen klassische platinbasierte Konzepte, während parallel blasen- und organerhaltende Protokolle, Biomarkeransätze und strukturierte perioperative Versorgungsprogramme (geriatrisches Co-Management, ERAS) an Bedeutung gewinnen. Beim Urothelkarzinom des oberen Harntrakts rücken die Risiken des Funktionsverlusts der Niere, die Frage nach dem optimalen Timing systemischer Therapie und nephron-sparende Verfahren in den Mittelpunkt – flankiert durch zunehmende Erkenntnisse zu molekularen Besonderheiten (u.a. FGFR3/HRAS) und genetischen Risikokonstellationen wie dem Lynch-Syndrom.
Autoren
- Tanja Schliebe
Publikation
- InFo ONKOLOGIE & HÄMATOLOGIE
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