Vulväre Schmerzen, Juckreiz und Brennen sind häufige Beschwerden – und häufig missverstanden. Schätzungsweise 10 bis 28 Prozent aller Frauen leiden im Laufe ihres Lebens an Vulvodynie; Lichen sclerosus betrifft etwa 1,7 Prozent der Bevölkerung und ist bis zu 15-mal häufiger als bislang diagnostiziert. Dennoch vergehen im Schnitt vier bis sieben Jahre bis zur korrekten Diagnose. Der Grund: Die Überlappung zwischen entzündlichen Dermatosen, funktionellen Schmerzsyndromen und onkologischen Vorstufen erfordert eine systematische klinische Beurteilung, die in der Routineversorgung oft fehlt. Die neue S3-Leitlinie Lichen sclerosus und ein wachsendes Evidenzkorpus zur multimodalen Therapie der Vulvodynie bieten erstmals belastbare Orientierung.
Autoren
- Tanja Schliebe
Publikation
- GYNÄKOLOGIE PRAXIS
Related Topics
Dir könnte auch gefallen
- Chronische Urtikaria: Therapie bei Antihistamin-refraktären Patienten
Guideline empfiehlt neben anti-IgE-Ak auch anti-IL4-α-Ak und BTK-Inhibition
- Typ-1-Diabetes im Kindesalter
Frühe Beeinträchtigung der Glukagon-Gegenregulation
- Psychosen bei Parkinson
Vorsicht bei der Medikamentenwahl
- Ösophaguskarzinom
Endoskopische und chirurgische Innovationen im Vergleich
- PMR und LVV: aktuelle EULAR-Empfehlungen
Polymyalgia rheumatica, Riesenzellarteriitis und Takayasu-Arteriitis
- Zelluläre und systemische Eisenhomöostase
«Steady State» – ein fein tariertes Gleichgewicht
- Psychedelika-assistierte Therapie
Aktueller Stand der PAT
- Erstlinientherapie bei T2D