Psychische Erkrankungen bei Frauen sind häufig, schwerwiegend – und in der gynäkologischen Praxis systematisch unterdiagnostiziert. Das verdreifachte Depressionsrisiko in der Perimenopause, die als eigenständige psychiatrische Diagnose anerkannte PMDS (prämenstruelle dysphorische Störung) und die pathologische Geburtsangst (Tokophobie) berühren das tägliche Versorgungsgeschehen in der Frauenarztpraxis unmittelbar. Jede dieser Entitäten hat klare biologische Grundlagen, klassifizierbare Symptombilder, validierte Diagnostikinstrumente und evidenzbasierte Therapieoptionen – und dennoch vergehen häufig Jahre zwischen erstem Symptom und korrekter Diagnose.
Autoren
- Tanja Schliebe
Publikation
- GYNÄKOLOGIE PRAXIS
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