Injizierbare GLP-1-Rezeptoragonisten und der duale GIP/GLP-1-Agonist Tirzepatid haben die medikamentöse Adipositastherapie neu definiert und in Studien Gewichtsreduktionen in der Grössenordnung von 15 bis 20% erreicht. Dennoch bleibt die reale Anwendung begrenzt – durch die Injektion selbst, durch Kosten, Kühlkettenanforderungen, Lieferengpässe und eine oft unbefriedigende Therapietreue. Die Weltgesundheitsorganisation hat dieses Missverhältnis 2025 deutlich benannt: Selbst bei rascher Produktionsausweitung dürften bis 2030 weniger als 10% der potenziell Behandelbaren tatsächlich Zugang zu diesen Substanzen erhalten. Eine wirksame, gut skalierbare orale Option adressiert damit nicht bloss eine Komfortfrage, sondern eine zentrale Versorgungslücke.
Autoren
- Tanja Schliebe
Publikation
- Ernährung/Adipositas-Special
Related Topics
Dir könnte auch gefallen
- Wearables: Screening per Smartwatch?
Neue Studie zu Vorhofflimmern bei Hochrisikopatienten
- Kinderwunsch, Schwangerschaft und Stillzeit
Update zu antirheumatischen Medikamenten
- Peristomale Hautgesundheit
Präventive Pflegemöglichkeiten im Fokus
- Psychische Gesundheit unter GLP1-RA
Vorteile für Semaglutid und Liraglutid
- Bronchiolitis obliterans
Auch ohne Popcorn ausser Form
- Fallbeispiel
Guillain-Barré-Syndrom mit fulminantem Verlauf
- Verdacht auf Neuroborreliose?
Nachweis borrelienspezifischer Liquorparameter bringt Gewissheit
- Das Gehirn und die Motivation zu essen