Die Prävalenz klinisch relevanter Angst- und Depressionssymptome bei Kindern und Jugendlichen hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Während im Jahr 2015 weltweit etwa 7% der Jugendlichen erhöhte Angstsymptome und 7,5% depressive Symptome berichteten, zeigen globale Schätzungen aus dem Jahr 2021 deutlich höhere Werte: 20,5% der Jugendlichen weisen erhöhte Angstsymptome und 25,2% depressive Symptome auf. Metaanalysen belegen, dass depressive Störungen im Jugendalter mit negativen Auswirkungen auf schulische Leistungen, Arbeitsmarktintegration, frühe Elternschaft, suizidales Verhalten und Substanzkonsum verbunden sind. Ebenso sind Angststörungen mit späteren psychischen Erkrankungen, Substanzgebrauch, gesundheitlichen Problemen, Selbstverletzungen, Schwierigkeiten im Arbeitsleben sowie finanziellen Belastungen assoziiert.
Autoren
- Tanja Schliebe
Publikation
- Depression und Angstörungen-Special
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