Das polyzystische Ovarsyndrom (PCOS) ist mit einer Prävalenz von 8–13% die häufigste endokrine Störung bei Frauen im reproduktiven Alter – und dennoch bleibt die Diagnose bei bis zu 70% der Betroffenen ungestellt. In den Jahren 2025 und 2026 haben neue Erkenntnisse zur Pathophysiologie das Bild des PCOS grundlegend erweitert: Der Darm-Mikrobiom-Achse, dem neuroendokrinen Gut-Brain-Axis und der chronischen Low-Grade-Inflammation kommt eine zunehmend zentrale Rolle zu. Gleichzeitig erleben GLP-1-Rezeptoragonisten wie Semaglutid und Tirzepatid einen klinischen Durchbruch als Off-Label-Option bei PCOS mit metabolischem Phänotyp.
Autoren
- Tanja Schliebe
Publikation
- CARDIOVASC
- HAUSARZT PRAXIS
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