Das polyzystische Ovarsyndrom (PCOS) ist mit einer Prävalenz von 8–13% die häufigste endokrine Störung bei Frauen im reproduktiven Alter – und dennoch bleibt die Diagnose bei bis zu 70% der Betroffenen ungestellt. In den Jahren 2025 und 2026 haben neue Erkenntnisse zur Pathophysiologie das Bild des PCOS grundlegend erweitert: Der Darm-Mikrobiom-Achse, dem neuroendokrinen Gut-Brain-Axis und der chronischen Low-Grade-Inflammation kommt eine zunehmend zentrale Rolle zu. Gleichzeitig erleben GLP-1-Rezeptoragonisten wie Semaglutid und Tirzepatid einen klinischen Durchbruch als Off-Label-Option bei PCOS mit metabolischem Phänotyp.
Autoren
- Tanja Schliebe
Publikation
- CARDIOVASC
- HAUSARZT PRAXIS
Related Topics
Dir könnte auch gefallen
- Krebsübergreifend
Assistenzärzte auf vier Pfoten – Therapiehunde im klinischen Einsatz
- Adipositas: über die Hälfte der Betroffenen hat eine Fettleber
Vom Screening bis zur multimodalen Intervention mit GLP-1-RA oder Resmetirom
- Innovative orale Optionen bei Psoriasis: Icotrokinra und Zasocitinib
Erstklassige Immunmodulation mit Convenience vereint – bisherige Datenlage ist überzeugend
- Präklinische Studie zu Ginkgo-biloba-Spezialextrakt
Welche Rolle spielen Proanthocyanidine?
- Myasthenia gravis: immunmodulatorische Therapien zur Langzeitbehandlung
Erweiterte Möglichkeiten dank innovativer Wirkstoffklassen
- Sponsored Content: Kleine Atemwege können den Therapieerfolg beeinflussen
Asthma- und COPD-Therapie
- Plastische Chirurgie und Rekonstruktive Mikrochirurgie beim DFS
Funktioneller Extremitätenerhalt zwischen Infektkontrolle, Gefässmedizin und Resurfacing
- Interstitielle Lungenerkrankungen