Die Urogynäkologie und rekonstruktive Beckenbodenchirurgie befinden sich in einer Phase des Umbruchs: Das Verbot transvaginaler Polypropylen-Netz-Kits in vielen Ländern hat die operative Strategie grundlegend verändert und neue Impulse für Native-Tissue-Repair-Techniken sowie minimal-invasive Zugangswege gegeben. Gleichzeitig hat die AUA/SUFU-Leitlinie 2024 das Management der überaktiven Blase neu strukturiert – weg von starren Stufenschemata, hin zu patienten-zentrierter Therapiewahl. Die robotergestützte Sakrokolpopexie etabliert sich als Standard für apikale Defekte, und neue Erkenntnisse zu de-novo-Stressinkontinenz nach Prolapsreparatur beeinflussen das präoperative Counselling.
Publikation
- GYNÄKOLOGIE PRAXIS
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