Lange galt die metabolisch-assoziierte Steatohepatitis (MASH) als rein hepatologisches Problem. Heute zeigen Daten aus grossen klinischen Studien und Registern eindeutig: Bei Patienten mit MASH ist die kardiovaskuläre Erkrankung die häufigste Todesursache – noch vor Leberversagen und hepatozellulärem Karzinom. Mit der FDA-Zulassung von Resmetirom im März 2024 und Semaglutid im August 2025 hat sich das therapeutische Paradigma grundlegend verändert. Beide Substanzen adressieren nicht nur die Leberhistologie, sondern entfalten darüber hinaus günstige Wirkungen auf das kardiometabolische Risikoprofil. Für die kardiologische Praxis bedeutet dies: MASH muss als eigenständiger kardiovaskulärer Risikofaktor erkannt, gescreent und behandelt werden.
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