Injektionsmüdigkeit und Nadelscheu gehören zu den unterschätzten Barrieren in der Behandlung von Patienten mit schubförmig-remittierender Multipler Sklerose (RRMS). Aktuelle Real-World-Analysen belegen eine deutlich geringere Persistenz injizierbarer Basistherapien im Vergleich zu oralen Behandlungsformen. Parallel zeigt eine prospektive Kohortenstudie, dass psychische Barrieren wie Angst vor der Injektion eine eigenständige Determinante für Dosisversäumnisse darstellen. Vor diesem Hintergrund ist eine frühzeitige Identifikation entsprechender Risikopatienten und die Berücksichtigung oraler Therapiealternativen essenziell, um langfristige Therapieadhärenz und damit Behandlungserfolg zu sichern.
Autoren
- Tanja Schliebe
Publikation
- InFo NEUROLOGIE & PSYCHIATRIE
Related Topics
Dir könnte auch gefallen
- Multimorbidität und Funktionsfähigkeit im höheren Lebensalter
Gesundheitszustand individuell abklären und Risiken vermindern
- Zeckensaison: Gefahr durch Frühsommer-Meningoenzephalitis
FSME-Impfung für Erwachsene und Kinder ab 3 Jahren empfohlen
- Neue WHO-Leitlinie, aktualisierte Stimulationsprotokolle, PGT-A im Fokus
Fertilität und Reproduktionsmedizin 2026
- Proteine in der Wundheilung
Führen spezielle Aminosäuren zum Erfolg?
- Wundbehandlung
Chirurgische Wundkomplikationen
- Psychedelika-assistierte Therapie
Aktueller Stand der PAT
- Proteine in der Wundheilung
Führen spezielle Aminosäuren zum Erfolg?
- Hepatitis-B-Prophylaxe