Injektionsmüdigkeit und Nadelscheu gehören zu den unterschätzten Barrieren in der Behandlung von Patienten mit schubförmig-remittierender Multipler Sklerose (RRMS). Aktuelle Real-World-Analysen belegen eine deutlich geringere Persistenz injizierbarer Basistherapien im Vergleich zu oralen Behandlungsformen. Parallel zeigt eine prospektive Kohortenstudie, dass psychische Barrieren wie Angst vor der Injektion eine eigenständige Determinante für Dosisversäumnisse darstellen. Vor diesem Hintergrund ist eine frühzeitige Identifikation entsprechender Risikopatienten und die Berücksichtigung oraler Therapiealternativen essenziell, um langfristige Therapieadhärenz und damit Behandlungserfolg zu sichern.
Autoren
- Tanja Schliebe
Publikation
- InFo NEUROLOGIE & PSYCHIATRIE
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