Die Urogynäkologie und rekonstruktive Beckenbodenchirurgie befinden sich in einer Phase des Umbruchs: Das Verbot transvaginaler Polypropylen-Netz-Kits in vielen Ländern hat die operative Strategie grundlegend verändert und neue Impulse für Native-Tissue-Repair-Techniken sowie minimal-invasive Zugangswege gegeben. Gleichzeitig hat die AUA/SUFU-Leitlinie 2024 das Management der überaktiven Blase neu strukturiert – weg von starren Stufenschemata, hin zu patienten-zentrierter Therapiewahl. Die robotergestützte Sakrokolpopexie etabliert sich als Standard für apikale Defekte, und neue Erkenntnisse zu de-novo-Stressinkontinenz nach Prolapsreparatur beeinflussen das präoperative Counselling.
Publikation
- GYNÄKOLOGIE PRAXIS
Related Topics
Dir könnte auch gefallen
- Neue Evidenz zu Deszensus, Harninkontinenz und der Zukunft der Rekonstruktion
Urogynäkologie und Beckenbodenchirurgie 2026
- Proteine in der Wundheilung
Führen spezielle Aminosäuren zum Erfolg?
- Fallbeispiel
Autosomal-rezessive polyzystische Nierenerkrankung: atypischer Phänotyp
- Aktuelle Evidenz, Risikoklassen und neue Beratungsoptionen
Hormonelle Kontrazeption und kardiovaskuläres Risiko
- Akute Otitis media: selbstlimitierender Verlauf vs. «Red Flags»
In welchen Fällen sind Antibiotika erforderlich?
- Prurigo nodularis: evidenzbasierte Behandlung
Zielgerichtete Therapieoptionen auf dem Vormarsch
- Seltene Epilepsie-Syndrome
Erkennen und Managen
- MACE-Risiko, Herzinsuffizienzinzidenz und Gesamtmortalität