Interstitielle Lungenkrankheiten (ILD) sind eine heterogene Gruppe von Erkrankungen mit ähnlichen klinischen, radiologischen, physiologischen und pathologischen Manifestationen. Eine umfassende Anamnese ist von zentraler Bedeutung. Leitsymptome sind progrediente Dyspnoe, (trockener) Husten und diverse extrapulmonale Zeichen. Typische klinische Befunde sind Sklerosiphonie, Clubbing und Zeichen einer rheumatologischen Grunderkrankung. Es gibt typische radiologische Muster in Röntgen-Thorax und hochauflösender Computertomografie. Zur Abklärung gehören eine kardiale Evaluation, Messung von Lungenvolumina, Diffusionskapazität und Gasaustausch, Bronchoskopie mit bronchoalveolärer Lavage und ggf. eine Lungenbiopsie. Eine interdisziplinäre Diskussion zwischen Pneumologen, Rheumatologen, Radiologen und Pathologen (ILD-Board) ist dringend empfohlen. Neue Therapieoptionen der idiopathischen Lungenfibrose sind Pirfenidon und Nintedanib.
Autoren
- Dr. med. Frank Rassouli
Publikation
- HAUSARZT PRAXIS
Related Topics
Dir könnte auch gefallen
- Health Literacy
Förderung der Gesundheitskompetenz: von der abstrakten zur konkreten Ebene
- Pharmakologische Therapie
Angstsymptome bei Essstörungen
- Fallbeispiel
Wiedemann‑Steiner-Syndrom bei einer 2-Jährigen
- Chronische Rückenschmerzen
Versorgung im virtuellen Krankenhaus – das Back@home-Projekt
- Psoriasisarthritis
Dauerhafte Remission auch ohne DMARDs möglich
- Klinische Relevanz, Nutzen und Grenzen
Atrial Fibrillation Screening
- Morbus Parkinson: progredient und klinisch heterogen
Motorische und nicht-motorische Symptome individualisiert managen
- Typ-2-Diabetes und Herzinsuffizienz: eine bidirektionale Beziehung