Essstörungen gehören zu den psychischen Erkrankungen, die stark durch biologische, psychologische und soziale Belastungsfaktoren geprägt sind. Angstsymptome zählen dabei zu den häufigsten und am stärksten beeinträchtigenden Begleiterscheinungen. Der systematische Review von Morris und Kollegen aus dem Jahr 2025 widmet sich umfassend der pharmakologischen Behandlung von Angst bei Menschen mit Essstörungen. Die Autoren berichten, dass Angstsymptome sowohl als eigenständige komorbide Erkrankungen als auch als essensbezogene Prozesse eine wesentliche Rolle spielen. Die Prävalenz formaler Angststörungen ist hoch, und Angst kann den Verlauf der Essstörung erheblich beeinflussen, etwa durch verstärkte Symptomschwere, höhere Rückfallraten oder ausgeprägtere Hospitalisationsfrequenzen. Der Review fasst 51 Studien zusammen, die pharmakologische Behandlungsoptionen hinsichtlich ihrer Wirkungen auf Angstsymptome untersuchten. Diese Studien bestanden aus randomisierten kontrollierten Studien, offenen Studien, Fallserien, Fallberichten und retrospektiven Untersuchungen, was zu einer heterogenen, aber in ihrer Gesamtheit aussagekräftigen Evidenzbasis führt.
Autoren
- Tanja Schliebe
Publikation
- Depression und Angstörungen-Special
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