Ovarial und Prostatakarzinome beruhen auf gemeinsamen hormonellen, genetischen und inflammatorischen Mechanismen, die sowohl die Tumorprogression als auch die reproduktive Funktion der Gonaden beider Geschlechter beeinflussen; ergänzend zeigen die vom Tilly Labor identifizierten ovariellen Stammzellpopulationen, dass adulte Keimzellnischen über regenerative Potenziale verfügen, deren Aktivität durch Alterung, Entzündung und metabolische Belastungen funktionell beeinträchtigt wird. Der Text verdeutlicht, dass dieselben endokrinen und epigenetischen Netzwerke, die PCOS, Endometriose und männliche Fertilitätsstörungen prägen, auch die Pathogenese hormonabhängiger Tumoren steuern und damit neue Ansatzpunkte für Prävention, Fertilitätserhalt und personalisierte Therapien eröffnen.
Autoren
- Dr. oec. Odile Schwarz-Herion
Publikation
- InFo ONKOLOGIE & HÄMATOLOGIE
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