SGLT2-Hemmer reduzieren auch bei Patienten mit Typ-2-Diabetes und erhaltener Nierenfunktion das Risiko für das Fortschreiten einer Nierenerkrankung signifikant, wobei der relative Nutzen unabhängig vom Albuminurie-Status ist. Eine Kohortenstudie zeigte jedoch, dass der absolute Nutzen stark vom individuellen Ausgangsrisiko abhängt und sich mithilfe eines Vorhersagemodells besser abschätzen lässt als allein über Albuminurie-Grenzwerte. Ein solcher prädiktionsbasierter Ansatz könnte die Therapie gezielter steuern und mehr Fälle von Nierenprogression verhindern als die bisherige leitlinienbasierte Strategie.
Autoren
- Jens Dehn
Publikation
- InFo DIABETOLOGIE & ENDOKRINOLOGIE
Related Topics
Dir könnte auch gefallen
- Geriatrische Patienten
Mikronährstoffversorgung im höheren Lebensalter
- Morbus Crohn: Langzeitergebnisse im Fokus
«Top-down»-Ansatz oder klassische Stufentherapie?
- SwissDiab-Studie: neue Analyse erschienen
Wie sind Diabeteskomplikationen mit der Lebensqualität assoziiert?
- Prä-Akklimatisation auf dem Mount Everest
Ausloten der physiologischen Grenzen
- Viloxazin bei ADHS
Eine nicht-stimulierende Option – aber mit geringer Evidenz
- Präklinische Studie zu Phytotherapeutikum
Wirkstoffkombination aus Pfefferminz- und Kümmelöl modifizierte fäkale Mikrobiota
- Kasuistik
Rituximab wirksam gegen IgG4-RD-Kolitis eingesetzt
- Sarkoidose