Vorhofflimmern (VHF) verläuft häufig asymptomatisch, erhöht das Schlaganfallrisiko und lässt sich antikoagulieren – die Logik des Screenings scheint zwingend. Neue Pflaster, Loop-Recorder und Smartwatches versprechen, das verborgene Flimmern aufzuspüren, bevor der erste Schlaganfall eintritt. Doch die am ESC-Kongress 2025 vorgestellte, randomisierte AMALFI-Studie reiht sich in eine Serie hochwertiger Untersuchungen ein, die ein ernüchterndes Muster zeigen: Mehr Technik findet mehr Vorhofflimmern – aber kaum weniger Schlaganfälle. Dieser Beitrag ordnet AMALFI in die Evidenzlage ein und fragt, warum die Lücke zwischen Detektion und klinischem Nutzen so hartnäckig ist.
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