Ernährung als möglicher Einflussfaktor auf die psychische Gesundheit ist seit Jahren Gegenstand intensiver Diskussion. Immer wieder wird vermutet, dass eine gesunde Diät depressive Symptome lindern oder gar die Entstehung einer Depression verhindern könne. Eine aktuelle systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalysen im Journal of Affective Disorders hat nun den umfassendsten Überblick zur Frage vorgelegt, ob Ernährungsqualität tatsächlich ein relevanter Faktor für Depressionsverlauf und -prävention ist. Das Ergebnis fällt ernüchternd aus: Trotz zahlreicher Untersuchungen fehlt bislang überzeugende Evidenz.
Autoren
- Tanja Schliebe
Publikation
- InFo NEUROLOGIE & PSYCHIATRIE
- Depression und Angstörungen-Special
Related Topics
Dir könnte auch gefallen
- Alopecia areata bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen
Neue Leitlinie ordnet Evidenzlage topischer und systemischer Therapien ein
- Kardiologie und Ernährung
Ultraverarbeitete Lebensmittel und kardiovaskuläres Risiko – die neue AHA-Position
- Aktinische Keratosen
Multiple AK-Läsionen feldgerichtet behandeln – Clearance und Convenience abwägen
- Adipositas: multimodaler und interdisziplinärer Ansatz
Neue Schweizer Praxisleitlinie bietet Orientierung
- cSCC: Therapiestrategie und Nachsorgekonzept personalisieren
Umfassende Risikostratifizierung ist nicht trivial: was gibt es Neues?
- Baxdrostat – eine neue Wirkstoffklasse gegen schwer kontrollierbare Hypertonie
Erster Aldosteronsynthase-Hemmer ist da
- Geriatrischer kleinzelliger Lungenkrebs
Therapeutische Herausforderungen
- Chronischer Pruritus bei Nieren-, Leber- und Gallenwegserkrankungen