936 Millionen Betroffene weltweit, ein kardiovaskuläres Risikoprofil das traditionelle Risikofaktoren ergänzt und neue pharmakologische Behandlungsoptionen: Aktuelle Evidenz aus 2024–2026 zeichnet ein klareres Bild eines jahrelang unterschätzten Zusammenhangs. Die obstruktive Schlafapnoe (OSA) ist mit rund 936 Millionen betroffenen Erwachsenen weltweit eine der häufigsten chronischen Erkrankungen – und wird in der kardiologischen Praxis noch immer systematisch übersehen. Metaanalysen belegen eine nahezu Verdoppelung des kardiovaskulären Risikos; in kardiologischen Kliniken findet sich OSA bei 40–80% der Patienten mit Hypertonie, Herzinsuffizienz, koronarer Herzerkrankung, Vorhofflimmern oder Schlaganfall. Mit der FDA-Zulassung von Tirzepatid für OSA und Adipositas im Dezember 2024 sowie aktuellen mechanistischen Daten aus dem SURMOUNT-OSA-Programm beginnt eine neue Ära der OSA-Therapie – mit direkter kardiologischer Relevanz.
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