In der öffentlichen Wahrnehmung gilt das Humane Papillomavirus (HPV) als «Frauenvirus», primär assoziiert mit dem Zervixkarzinom. In Impfkampagnen, Präventionsplänen und schulischer Sexualaufklärung taucht HPV vor allem im gynäkologischen Kontext auf. Dabei ist HPV eine ubiquitär verbreitete, sexuell übertragbare Infektion mit nachgewiesener onkogener Potenz – nicht nur in der Zervix, sondern auch in zahlreichen urologischen Geweben. Besonders in einer Disziplin wie der Uroonkologie, in der der molekulare Zugang zur Tumorbiologie zunehmend Bedeutung gewinnt, stellt sich die Frage: Wie relevant ist HPV für urologische Karzinome wirklich?
Autoren
- Tanja Schliebe
Publikation
- Urologie-Special
- InFo ONKOLOGIE & HÄMATOLOGIE
Related Topics
Dir könnte auch gefallen
- Osteoporoserisiko bei autoimmunen Lebererkrankungen
Bei PBC, PSC und AIH stets die Knochendichte bestimmen
- Kasuistik: Komplikation nach Typ-2-Diabetes
Topische Kortikosteroide führen zu Ketoazidose
- NSCLC
Bispezifische Antikörper bei seltenen EGFR‑Mutationen
- Typ-2-Diabetes – glykämische Kontrolle und Vorbeugung von Folgeerkrankungen
Pleiotrope kardio- und nephroprotektive Effekte von SGLT-2-i und GLP-1-RA nutzen
- Subsyndromale Angststörungen: Hausarzt als erste Anlaufstelle
Praxisnahe Empfehlungen für Diagnostik und Therapie
- Patientenzentrierte Visite in der Medizin
Die Versorgung auf den Patienten ausrichten
- Restless-Legs-Syndrom im Kindesalter
Zusammenhänge von Restless-Legs-Syndrom und Wachstumsschmerzen
- Zwischen Hoffnung und Evidenzlücken