Das intestinale Mikrobiom hat sich in den letzten Jahren von einer Randerscheinung zu einem zentralen Thema in Immunologie, Stoffwechselmedizin, Neurowissenschaften und Onkologie entwickelt. Dysbiosen werden mit Adipositas, Typ-2-Diabetes, kardiovaskulären Erkrankungen, chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, Autoimmunität und neuropsychiatrischen Störungen assoziiert. Parallel dazu rückt die Bedeutung pflanzlicher Wirkstoffe – Ballaststoffe, Polyphenole, Bitterstoffe, ätherische Öle – als Modulatoren der Darmökologie in den Fokus. Der Beitrag skizziert die Rolle des Mikrobioms in Gesundheit und Krankheit und beleuchtet, in welchem Rahmen Phytotherapie und pflanzenbasierte Interventionen evidenzbasiert in dieses System eingreifen.
Autoren
- Tanja Schliebe
Publikation
- PHYTOTHERAPIE PRAXIS
Related Topics
Dir könnte auch gefallen
- Hypertonie: das Wichtigste für die tägliche Praxis
Meist ist frühe duale antihypertensive Therapie indiziert
- Escitalopram bei Angststörungen
Positiver Effekt, aber keine sofortige Symptomverbesserung
- Helicobacter-pylori-Infektion
Vereinfachte Doppeltherapie schlägt Vierfach-Regime
- Magenkarzinom
Wege der Präzisionsonkologie
- Endometriumkarzinom
Immunologische Treiber und neue Therapiepfade
- Bewegung bei Typ-1-Diabetes
Radfahrer und Läufer mit erhöhtem Hypoglykämierisiko
- Ozanimod bei schubförmig Multipler Sklerose
Zeichen verbesserter Verträglichkeit bei längerer Behandlung
- Wenn sich Basaliome als «difficult-to-treat» erweisen