Spinozerebelläre Ataxien stellen eine grosse Gruppe seltener, fortschreitender neurodegenerativer Erkrankungen dar, die das Kleinhirn und seine Verbindungen betreffen und sich überwiegend in einem zerebellären Syndrom manifestieren. Neben der progressiven motorischen Behinderung, die sich in Gangunsicherheit, Gliedmassen-Inkoordination oder Dysarthrie äussert, wird die Erkrankung häufig vom Zerebellären Kognitiv-Affektiven Syndrom begleitet. Dies umfasst ein Spektrum kognitiver und neuropsychiatrischer Defizite, wobei Beeinträchtigungen exekutiver, sprachlicher und visuospatialer Funktionen im Vordergrund stehen.
Autoren
- Dr. Ulf Blanke
Publikation
- InFo NEUROLOGIE & PSYCHIATRIE
Related Topics
Dir könnte auch gefallen
- Fibromyalgiesyndrom
Entwicklung, Diagnostik, Epidemiologie und Therapie einer Krankheitsentität
- Kinderwunsch, Schwangerschaft und Stillzeit
Update zu antirheumatischen Medikamenten
- Juvenile idiopathische Arthritis
Früherkennung und gezielte Behandlung im interdisziplinären Setting
- Störungen der Darm-Hirn-Interaktion
Rom-V-Kriterien: was wurde angepasst und was blieb unverändert?
- Tourette-Syndrom
Was hilft gegen diese Tic-Störung?
- Chronische Hepatitis B: Heilung in Sicht?
Phase-III-Studie zu zeitlich begrenzter Therapie mit Bepirovirsen verlief erfolgreich
- Fibromyalgiesyndrom
Entwicklung, Diagnostik, Epidemiologie und Therapie einer Krankheitsentität
- Klinisch suspekte Arthralgien