Das LGS und das DS gehören beide zu den entwicklungsbedingten und epileptischen Enzephalopathien (DEEs). Beide Syndrome sind durch Epilepsie sowie durch motorische und kognitive Entwicklungsverzögerungen gekennzeichnet. Sie treten meist schon im frühen Kindesalter auf, wie Prof. Alexandre Datta, Basel, im Rahmen eines Symposiums von Jazz Pharmaceuticals an der 40. Jahrestagung der Schweizerischen Gesellschaft für klinische Neurophysiologie (SGKN) erläuterte. Er stellte die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von LGS und DS anhand von Fallbeispielen dar und zeigte, wie sehr die Patienten von einer frühen Diagnose profitieren können. Diese ermögliche eine passgenaue Behandlung, welche für die Patienten einen grossen Unterschied im Alltag mache. So könne eine gute Anfallskontrolle im Verlauf der Erkrankung einen deutlichen Einfluss auf eine verbesserte Motorik, Kognition und Lebensqualität haben. Im Kindesalter kümmern sich zumeist die Eltern um die Gesundheit ihrer chronisch erkrankten Kinder und koordinieren Termine und Behandlungen. Bei erwachsenen Patienten entfalle diese Unterstützung aber oft. Die mittels moderner Therapien möglichen Erfolge dürften durch die Transition in die Erwachsenenmedizin nicht gefährdet werden, forderte Prof. Datta, und hob dabei die Bedeutung der Neurologen als „Manager“ der Erwachsenen mit LGS und DS hervor.
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