Zelluläre Seneszenz gilt als ein zentrales biologisches Programm, das in Geweben über die Lebensspanne hinweg sowohl protektive als auch potenziell pathogene Effekte entfalten kann. Persistieren seneszente Zellen, werden sie mit chronischer Entzündung, gestörter Gewebehomöostase und vielfältigen Krankheitsphänotypen in Verbindung gebracht. In den letzten Jahren ist daraus ein klinisch hoch relevantes Forschungsfeld entstanden: Senotherapien – insbesondere Senolytika (selektive Eliminierung seneszenter Zellen) und Senomorphika (Modulation seneszenzassoziierter Signal- und Sekretionsmuster) – werden in präklinischen Modellen breit untersucht, während Human-Evidenz bislang überwiegend aus frühen, kleinen Studien bzw. aus indirekten kliniknahen Datensätzen stammt.
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