Das idiopathische nephrotische Syndrom (INS) ist die häufigste glomeruläre Erkrankung im Kindesalter. Lange galt es als klinisch definierte, unspezifische Entität, deren Behandlung sich primär an der Glukokortikoid-Sensitivität orientierte. Neue Erkenntnisse zeichnen jedoch ein präziseres Bild: Idiopathisches nephrotisches Syndrom – insbesondere die steroid-sensitive Form – ist in wesentlichen Teilen als autoimmun getriebene Erkrankung zu verstehen, in der B-Zell-Dysregulation, Autoantikörper gegen podozytäre Antigene und genetische Prädispositionen zusammenwirken. Damit eröffnet sich ein neues Paradigma in Pathogenese, Diagnostik und Therapie, das den Weg für individualisierte Ansätze ebnet.
Autoren
- Tanja Schliebe
Publikation
- Nephrologie-Special
Related Topics
Dir könnte auch gefallen
- GLP1-Rezeptoragonisten
Positiver Einfluss auf Substanzkonsum und Abhängigkeit
- Schlafapnoe und kardiovaskuläre Erkrankungen
Atemlos durch die Nacht
- Diagnostik, Differenzierung und multimodale Therapie
Vulväre Erkrankungen und Vulvodynie
- Vom Symptom zur Diagnose
Abdominalschmerz – Prostatalipom
- Akute Lungenembolie: neue AHA/ACC-Leitlinie
Praxisrelevante Empfehlungen für risikostratifizierte Triage
- Warum Lipoprotein(a) das grösste therapeutische Vakuum der Kardiologie ist
Lp(a): Der unterschätzte Risikofaktor vor dem Wendepunkt
- Moderne Systemtherapeutika bei Hidradenitis suppurativa
Immunologische Fehlregulation im Visier etlicher Biologika und «Small molecules»
- Perimenopausale Depression, PMDS und Tokophobie