Das idiopathische nephrotische Syndrom (INS) ist die häufigste glomeruläre Erkrankung im Kindesalter. Lange galt es als klinisch definierte, unspezifische Entität, deren Behandlung sich primär an der Glukokortikoid-Sensitivität orientierte. Neue Erkenntnisse zeichnen jedoch ein präziseres Bild: Idiopathisches nephrotisches Syndrom – insbesondere die steroid-sensitive Form – ist in wesentlichen Teilen als autoimmun getriebene Erkrankung zu verstehen, in der B-Zell-Dysregulation, Autoantikörper gegen podozytäre Antigene und genetische Prädispositionen zusammenwirken. Damit eröffnet sich ein neues Paradigma in Pathogenese, Diagnostik und Therapie, das den Weg für individualisierte Ansätze ebnet.
Autoren
- Tanja Schliebe
Publikation
- Nephrologie-Special
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