Mitochondriale Dysfunktion ist im Hallmarks-of-Aging-Rahmen nicht als isoliertes «ATP-Problem» definiert, sondern als systemischer Shift in Bioenergetik, Redox-Signaling, Qualitätskontrolle und Immunmetabolismus. Im Update der Hallmarks (2023) bleibt die Mitochondrienachse zentral und steht explizit in Interaktion mit «disabled macroautophagy», chronischer Inflammation und weiteren Hallmarks. Für die ärztliche Praxis ist damit eine doppelte Aufgabe verbunden: die Mechanismen wissenschaftlich korrekt zu verstehen (inklusive ihrer Adaptivität und Gewebespezifik) und die klinische Übersetzung evidenzbasiert zu halten – insbesondere dort, wo mitochondrien-zielende Interventionen zunehmend als «Longevity» vermarktet werden, die Datenlage aber noch endpoint- und populationsabhängig ist.
Autoren
- Tanja Schliebe
Publikation
- Longevity-Special
Dir könnte auch gefallen
- Frühe rheumatoide Arthritis
C1M hat Potenzial als Biomarker
- Osteoporose
Risikostratifizierte Therapie mit Osteoanabolika verbessert Outcomes
- Sponsored Content: Opicapon (Ongentys®) zur Behandlung von Fluktuationen bei Parkinson
Bestätigte Wirkung – auch in frühen Erkrankungsstadien
- CME: Entzündliche Hauterkrankungen
«Neue Horizonte in der Dermatologie: Entzündliche Hauterkrankungen und assoziierte Komorbiditäten»
- «Swiss Health Care Atlas»
Neuer Indikator: Medikamente zur Gewichtsregulierung
- KI in der Neurologie
Kontrolle statt Datenflut: Mit KI wird Big Data und Wearables nutzbar
- Longevity Medicine 2025
Von Anti-Aging zur Präzisionsprävention
- Therapie von Pankreatiden: aktuelle Studiendaten