Die männliche Infertilität stellt eine bedeutsame Herausforderung in der urologischen Praxis dar und ist für etwa 40–50% aller Fälle ungewollter Kinderlosigkeit bei Paaren verantwortlich. Trotz umfassender klinischer Abklärungen bleibt bei rund 70% der betroffenen Männer die genaue Ursache unbekannt und wird als idiopathische Infertilität klassifiziert. Erst in den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass die herkömmlichen diagnostischen Ansätze – bestehend aus Anamnese, körperlicher Untersuchung, Spermiogramm und begrenzter genetischer Diagnostik – nicht ausreichen, um die molekularen Grundlagen dieser komplexen Erkrankung vollumfänglich zu erfassen.
Autoren
- Tanja Schliebe
Publikation
- Urologie-Special
Related Topics
Dir könnte auch gefallen
- SURPASS-CVOT
Tirzepatid versus Dulaglutid bei T2D mit ASCVD
- Sekundärprävention nach ACS: individuell optimiertes Lipidmanagement
Trend zu früher Kombinationstherapie und neue Strategien zur Lp(a)-Senkung
- Swiss Oncology in Motion
Modul SOiM Breast Cancer
- Pädiatrische Hirntumoren
Psychiatrie versus Neuroonkologie: Diagnostische Fallstricke
- Was die jüngsten Studien über das gesamte EF-Spektrum für die Praxis bedeuten
Herzinsuffizienz – das Evidenz-Update 2026
- Akuter ischämischer Schlaganfall
Alteplase und Tenecteplase auf dem gleichen Level
- CKD bei Typ-2-Diabetikern: evidenzbasierte optimierte Therapie
SGLT-2-i und GLP-1-RA: relevante Verbesserung renaler Endpunkte
- Wearables: Screening per Smartwatch?