Die männliche Infertilität stellt eine bedeutsame Herausforderung in der urologischen Praxis dar und ist für etwa 40–50% aller Fälle ungewollter Kinderlosigkeit bei Paaren verantwortlich. Trotz umfassender klinischer Abklärungen bleibt bei rund 70% der betroffenen Männer die genaue Ursache unbekannt und wird als idiopathische Infertilität klassifiziert. Erst in den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass die herkömmlichen diagnostischen Ansätze – bestehend aus Anamnese, körperlicher Untersuchung, Spermiogramm und begrenzter genetischer Diagnostik – nicht ausreichen, um die molekularen Grundlagen dieser komplexen Erkrankung vollumfänglich zu erfassen.
Autoren
- Tanja Schliebe
Publikation
- Urologie-Special
Related Topics
Dir könnte auch gefallen
- Hepatologie und Stoffwechsel
Mediterrane Ernährung bei MASLD/MASH – was die EASL-EASD-EASO-Leitlinie konkret fordert
- Peristomale Hautgesundheit
Präventive Pflegemöglichkeiten im Fokus
- Fallbeispiel
Diskoider Lupus erythematodes bei einer 38-Jährigen
- Hand- und Fingerverletzungen
Bleibende funktionelle Einschränkungen vermeiden
- Vom Antidiabetikum zur eigenständigen kardiorenalen Therapieklasse
Die Inkretin-Revolution in der Kardiologie
- Prostatakarzinom
Intrakrine und metabolische Tumoradaptation unter Androgendeprivation
- Alopecia areata bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen
Neue Leitlinie ordnet Evidenzlage topischer und systemischer Therapien ein
- Kardiologie und Ernährung