Die Neurowissenschaften haben in den letzten Jahrzehnten einen gewaltigen Erkenntnissprung gemacht. Neue Methoden in Genomik, Epigenetik, Proteomik, Metabolomik, Bildgebung und Datenintegration erlauben es, Krankheiten genauer zu charakterisieren, als dies durch rein klinische Beobachtung möglich ist. Das Konzept der «Precision Neurology» überträgt die Logik der Präzisionsmedizin auf das neurologisch-psychiatrische Fachgebiet. Es zielt darauf, individuelle Profile aus molekularen, strukturellen und funktionellen Daten für Diagnose, Prognose und Therapie nutzbar zu machen. In dieser Übersicht werden die Grundlagen, Methoden, aktuelle Evidenz und zentrale Herausforderungen zusammengefasst.
Autoren
- Tanja Schliebe
Publikation
- InFo NEUROLOGIE & PSYCHIATRIE
Related Topics
Dir könnte auch gefallen
- Ein fallbasierter, praxisnaher Überblick aus Kanada
Impfungen bei Herzpatienten
- Aknebehandlung: aktuelle Trends
Welche Rolle spielen Dermokosmetika?
- COPD: Therapie auf individuelle Merkmale abstimmen
Exazerbationsrisiko korreliert mit der Eosinophilenzahl und weiteren Faktoren
- Sponsored Content: Therapieresistente Depression (TRD)
Esketamin in Schweizer Behandlungsempfehlungen aufgenommen
- Neue therapeutische Targets und Senolytika im Fokus
Zelluläre Seneszenz
- Entwicklung eines Quintuple-Agonisten
Neue Strategie im Kampf gegen Adipositas und T2D
- Sponsored Content: RSV-Präventionsstrategien für alle Säuglinge¹
RSV-Schutz von Anfang an¹
- Vom Symptom zur Diagnose