Obwohl Demenz primär mit kognitiven und funktionellen Einbussen assoziiert wird, zeigt sich in der klinischen Praxis zunehmend ein erhöhtes Risiko für suizidale Gedanken, Suizidversuche und Suizidverstorbenenraten. Unterschiede in der Verteilung von Verhaltens- und psychologischen Symptomen bei den einzelnen Demenzsubtypen legen nahe, dass das Suizidrisiko nicht einheitlich ist. Am Beispiel der neueren systematischen Übersichtsarbeit und Metaanalyse von Nuzum et al. [1] wird untersucht, wie Alzheimer-Demenz, vaskuläre Demenz, Frontotemporale Demenz, Lewy-Body-Demenzen und Mischformen sich im Auftreten von Suizidalität unterscheiden und welche Konsequenzen sich daraus für Diagnostik, Prävention und Behandlung ergeben.
Autoren
- Tanja Schliebe
Publikation
- InFo NEUROLOGIE & PSYCHIATRIE
Related Topics
Dir könnte auch gefallen
- Fallbeispiel
Diskoider Lupus erythematodes bei einer 38-Jährigen
- Hand- und Fingerverletzungen
Bleibende funktionelle Einschränkungen vermeiden
- Vom Antidiabetikum zur eigenständigen kardiorenalen Therapieklasse
Die Inkretin-Revolution in der Kardiologie
- Prostatakarzinom
Intrakrine und metabolische Tumoradaptation unter Androgendeprivation
- Alopecia areata bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen
Neue Leitlinie ordnet Evidenzlage topischer und systemischer Therapien ein
- Kardiologie und Ernährung
Ultraverarbeitete Lebensmittel und kardiovaskuläres Risiko – die neue AHA-Position
- Aktinische Keratosen
Multiple AK-Läsionen feldgerichtet behandeln – Clearance und Convenience abwägen
- Adipositas: multimodaler und interdisziplinärer Ansatz