Friedreich-Ataxie (FA) ist eine seltene, autosomal-rezessive neurodegenerative Erkrankung, deren natürliche Verlaufsbeobachtung und klinische Charakterisierung in den letzten Jahrzehnten deutliche Fortschritte gemacht haben. Dennoch fehlt es nach wie vor an sensiblen, objektiven Biomarkern, die sowohl die Erkrankungsprogression verlässlich abbilden als auch für klinische Studien praktikabel sind. Die TRACK-FA-Studie, die bisher grösste multizentrische, multimodale Neuroimaging-Untersuchung bei FA, liefert nun einen entscheidenden Beitrag. Sie zeigt, dass strukturelle und funktionelle Bildgebungsmarker nicht nur krankheitsrelevante Veränderungen nachweisen, sondern auch mit klinischen Skalen korrelieren. Damit öffnen sich neue Wege für eine präzisere Diagnostik, die Entwicklung von Therapien und die Verkürzung von Studienlaufzeiten.
Autoren
- Tanja Schliebe
Publikation
- InFo NEUROLOGIE & PSYCHIATRIE
Related Topics
Dir könnte auch gefallen
- Sjögren-Syndrom im frühen Alter
Kinder entwickeln oft Lymphome
- Multiresistente Erreger in der Wundtherapie
Feind im Mikrobiom?
- Seltene Genodermatosen: von der Diagnose zur Behandlung
Morbus Darier alias Keratosis follicularis – Update 2026
- Psychedelika-assistierte Therapie
Aktueller Stand der PAT
- Morbus Osgood-Schlatter
Klinisches Erscheinungsbild, Diagnose und Behandlung
- Kardiovaskuläres Risiko bei rheumatoider Arthritis
Was ist am gefährlichsten für die RA?
- Leistungsmerkmale und Asymmetrien im Badminton
Unterschiedliche Oxygenierungsmuster bei Badmintonspielerinnen
- Antisense-Oligonukleotid bei schwerer Hypertriglyceridämie