Zell- und Gentherapien gelten als hochinnovative, aber auch herausfordernde Ansätze in der modernen Kardiologie. Während frühe Hoffnungen auf adulte Stammzellen aus Knochenmark oder Skelettmuskel weitgehend enttäuscht wurden, rücken heute pluripotente Stammzellen und Gen-Editing-Verfahren in den Fokus. Ergebnisse aus präklinischen Studien sind ermutigend, werden jedoch in klinischen Studien (noch) nicht in entsprechendem Umfang bestätigt. Die Hauptprobleme sind immunologische Fragen, Arrhythmierisiken, Kosten, mangelnde Reproduzierbarkeit und in manchen Fällen auch ethische Bedenken. Zukünftige Entwicklungen, einschliesslich fortgeschrittener Genedits ohne Doppelstrangbrüche (Base/Prime Editing) oder gezielter epigenetischer Modulation, versprechen, das Potenzial der Regenerativen Medizin im kardiologischen Bereich weiter zu entfalten.
Autoren
- Tanja Schliebe
Publikation
- CARDIOVASC
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