Zell- und Gentherapien gelten als hochinnovative, aber auch herausfordernde Ansätze in der modernen Kardiologie. Während frühe Hoffnungen auf adulte Stammzellen aus Knochenmark oder Skelettmuskel weitgehend enttäuscht wurden, rücken heute pluripotente Stammzellen und Gen-Editing-Verfahren in den Fokus. Ergebnisse aus präklinischen Studien sind ermutigend, werden jedoch in klinischen Studien (noch) nicht in entsprechendem Umfang bestätigt. Die Hauptprobleme sind immunologische Fragen, Arrhythmierisiken, Kosten, mangelnde Reproduzierbarkeit und in manchen Fällen auch ethische Bedenken. Zukünftige Entwicklungen, einschliesslich fortgeschrittener Genedits ohne Doppelstrangbrüche (Base/Prime Editing) oder gezielter epigenetischer Modulation, versprechen, das Potenzial der Regenerativen Medizin im kardiologischen Bereich weiter zu entfalten.
Autoren
- Tanja Schliebe
Publikation
- CARDIOVASC
Related Topics
Dir könnte auch gefallen
- Geriatrische Patienten
Mikronährstoffversorgung im höheren Lebensalter
- Morbus Crohn: Langzeitergebnisse im Fokus
«Top-down»-Ansatz oder klassische Stufentherapie?
- SwissDiab-Studie: neue Analyse erschienen
Wie sind Diabeteskomplikationen mit der Lebensqualität assoziiert?
- Prä-Akklimatisation auf dem Mount Everest
Ausloten der physiologischen Grenzen
- Viloxazin bei ADHS
Eine nicht-stimulierende Option – aber mit geringer Evidenz
- Präklinische Studie zu Phytotherapeutikum
Wirkstoffkombination aus Pfefferminz- und Kümmelöl modifizierte fäkale Mikrobiota
- Kasuistik
Rituximab wirksam gegen IgG4-RD-Kolitis eingesetzt
- Sarkoidose