Die männliche Infertilität stellt eine bedeutsame Herausforderung in der urologischen Praxis dar und ist für etwa 40–50% aller Fälle ungewollter Kinderlosigkeit bei Paaren verantwortlich. Trotz umfassender klinischer Abklärungen bleibt bei rund 70% der betroffenen Männer die genaue Ursache unbekannt und wird als idiopathische Infertilität klassifiziert. Erst in den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass die herkömmlichen diagnostischen Ansätze – bestehend aus Anamnese, körperlicher Untersuchung, Spermiogramm und begrenzter genetischer Diagnostik – nicht ausreichen, um die molekularen Grundlagen dieser komplexen Erkrankung vollumfänglich zu erfassen.
Autoren
- Tanja Schliebe
Publikation
- Urologie-Special
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