Die Katheterablation hat sich in der Behandlung des Vorhofflimmerns (VHF) innerhalb eines Jahrzehnts von einer spezialisierten Option zur tragenden Säule einer modernen Rhythmusstrategie entwickelt. 2025 prägen zwei Entwicklungen die Debatte: Zum einen verankern die aktualisierten Leitlinien die Ablation – bei geeigneter Indikation – zunehmend als Erstlinientherapie, zum anderen stellt die Pulsed-Field-Ablation (PFA) die bis dato dominierenden thermischen Verfahren – insbesondere die Radiofrequenzablation (RF) in High-Power-Short-Duration-(HPSD)-Technik – technisch und konzeptionell infrage. Randomisierte Studien, Register und Sicherheitsanalysen liefern ein differenziertes Bild: PFA ist in der paroxysmalen AF gegenüber konventioneller Thermoablation nicht unterlegen, zeigt prozedurale Vorteile und ein besonderes Sicherheitsprofil, bringt aber neue, charakteristische Nebenwirkungen mit sich. Die RF-Ablation ihrerseits hat mit HPSD und optimierten Workflow-Standards deutliche Effizienz- und Sicherheitsgewinne erzielt.
Autoren
- Tanja Schliebe
Publikation
- CARDIOVASC
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