Achtsamkeitstraining hat sich in den letzten Jahren zu einem festen Bestandteil moderner Psychotherapie entwickelt. Besonders in der Rückfallprophylaxe depressiver Erkrankungen zeigt die Mindfulness-Based Cognitive Therapy (MBCT) nachweislich positive Effekte. Neuere Studien untersuchen zudem den Nutzen bei akuten depressiven Episoden und die neurobiologischen Veränderungen im Gehirn durch Achtsamkeit. Trotz vielversprechender Ergebnisse bleibt die Therapie bei Angststörungen weniger wirksam als klassische Verfahren. Achtsamkeit wird zunehmend als ergänzendes Werkzeug in der Behandlung psychischer Erkrankungen anerkannt – doch ihre Möglichkeiten und Grenzen müssen differenziert betrachtet werden.
Autoren
- Dr. med. Katrin Hegemann
Publikation
- InFo NEUROLOGIE & PSYCHIATRIE
Related Topics
Dir könnte auch gefallen
- Multiple Sklerose
Körperliche und psychosoziale Fatiguebeeinträchtigen die HRQoL am stärksten
- Hyperhidrose: kühlen Kopf bewahren
Wichtige Therapieoptionen im Überblick
- Sjögren-Syndrom im frühen Alter
Kinder entwickeln oft Lymphome
- Seltene Genodermatosen: von der Diagnose zur Behandlung
Morbus Darier alias Keratosis follicularis – Update 2026
- Multiresistente Erreger in der Wundtherapie
Feind im Mikrobiom?
- Psychedelika-assistierte Therapie
Aktueller Stand der PAT
- Morbus Osgood-Schlatter
Klinisches Erscheinungsbild, Diagnose und Behandlung
- Kardiovaskuläres Risiko bei rheumatoider Arthritis