Achtsamkeitstraining hat sich in den letzten Jahren zu einem festen Bestandteil moderner Psychotherapie entwickelt. Besonders in der Rückfallprophylaxe depressiver Erkrankungen zeigt die Mindfulness-Based Cognitive Therapy (MBCT) nachweislich positive Effekte. Neuere Studien untersuchen zudem den Nutzen bei akuten depressiven Episoden und die neurobiologischen Veränderungen im Gehirn durch Achtsamkeit. Trotz vielversprechender Ergebnisse bleibt die Therapie bei Angststörungen weniger wirksam als klassische Verfahren. Achtsamkeit wird zunehmend als ergänzendes Werkzeug in der Behandlung psychischer Erkrankungen anerkannt – doch ihre Möglichkeiten und Grenzen müssen differenziert betrachtet werden.
Autoren
- Dr. med. Katrin Hegemann
Publikation
- InFo NEUROLOGIE & PSYCHIATRIE
Related Topics
Dir könnte auch gefallen
- Erste PTH-Ersatztherapie der Schweiz
Palopegteriparatid bei chronischem Hypoparathyreoidismus
- Fallbeispiel
Orofaziale Manifestationen des Phelan-McDermid-Syndroms
- Atherosklerotische Koronarplaques bei Hochrisikopatienten
Wer profitiert von einer präventiven PCI?
- Kolorektales Karzinom
Insulinresistenz, Adipositas und Progression
- Moderne Asthmatherapien
Neue Daten zu Biologika und Triple-Therapie
- Vom Symptom zur Diagnose
Abdominalschmerz – Fokal noduläre Hyperplasie
- Klinisch suspekte Arthralgien
«Watchful waiting» oder Intervention?
- Hepatologie und Stoffwechsel